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Börse

Ein Spitzenmanager spricht sich vor Beginn des Bundestagswahlkampfes für eine Reform des Aktienrechts aus, weil deutsche Aufsichtsräte nicht professionell genug arbeiten würden. Karl-Ludwig Kley, Vorsitzender des Aufsichtsrats sowohl von Lufthansa als auch von Eon, fordert in einem in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ. Montagsausgabe) veröffentlichten Gastbeitrag, die Zahl der Mandate von Aufsichtsräten von bisher zehn auf künftig höchstens sechs gesetzlich zu begrenzen. Auch solle es möglich sein, die Zahl der Aufsichtsratsmitglieder in großen Unternehmen deutlich zu reduzieren. [Weiter...]

Finanzmärkte aktuell:

Ökonom Brunnermeier erwartet Finanzchaos durch Bidens Politik


US-Dollar / Foto: über dts Nachrichtenagentur

 

Der Ökonom Markus Brunnermeier von der Universität Princeton warnt vor internationalen Verwerfungen infolge des geplanten Ausgabeprogramms der neuen US-Regierung. Er fürchte, dass das Programm zu einer Überhitzung der US-Wirtschaft führe und die Notenbank Federal Reserve die Zinsen anheben müsse, um die Inflation einzudämmen, sagte Brunnermeier der Wochenzeitung "Die Zeit". Die höheren Zinsen würden Kapital auf den US-Markt locken, weil dort die Rendite höher wäre.

"Das könnte vor allem die Schwellenländer hart treffen, die sich bislang dank ausländischer Kapitalzuflüsse günstig finanzieren können. Diese Gefahr wird aus meiner Sicht bislang viel zu wenig wahrgenommen." Lateinamerika habe fast ein Jahrzehnt unter den Folgen der US-Hochzinspolitik der Achtzigerjahre gelitten, so Brunnermeier. Weil der Dollar gegenüber dem Euro an Wert gewinnen könne, würde sich zudem die Einfuhr von Waren aus dem Ausland verteuern. "So könnte auch in Europa die Inflation steigen", sagte Brunnermeier. US-Präsident Joe Biden will 1,9 Billionen US-Dollar zur Stützung der Konjunktur ausgeben, darin enthalten sind Schecks in Höhe von 1.400 Dollar für jeden Amerikaner.

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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NEWS25-Meldung vom 24.02.2021 - 13:18 Uhr

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