Mittwoch, 12. August 2020
NEWS25
HOME   POLITIK   WIRTSCHAFT   SPORT   ETC.   NET-NEWS   ARCHIV   

Meistgelesene Nachrichten

Zahl der Corona-Neuinfektionen legt immer kräftiger zu
EU will Höchstwerte für Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel
INSA: SPD gewinnt nach Scholz-Nominierung hinzu
Juso-Vorsitzkandidatin will mehr junge Politiker in den Parlamenten
Forsa-Chef sieht Glaubwürdigkeitsproblem für Scholz
Große Zustimmung für anlaufende Schulöffnungen
Deutsche haben sich an Maskentragen gewöhnt
Ex-Flüchtlingskoordinator kritisiert österreichische Asylpolitik
US-Börsen machen Euphorie in Europa nicht mit - Gold bricht ein
Europa League: FC Sevilla und Schachtjor Donezk im Halbfinale

Newsticker

19:53Karl-Theodor zu Guttenberg hat neuen Doktortitel
19:47RKI rechnet doch nicht mit Corona-Impfstoff im Herbst
18:37Lottozahlen vom Mittwoch (12.08.2020)
17:36DAX dreht ins Plus - Hoffnung auf Impfstoff im Herbst
16:34RKI hält Corona-Impfstoff im Herbst für möglich
15:43Nagelsmann: Verlust Werners bietet anderen eine Chance
15:28Luxemburgs Außenminister fordert von EU mehr Druck auf Lukaschenko
15:22Juso-Vorsitzkandidatin will mehr junge Politiker in den Parlamenten
15:16SPD-Chefin will mehr Engagement des Bundes in Bildungspolitik
15:09Wadephul: EU muss Lukaschenko Konsequenzen spüren lassen
15:04Arbeitsagentur verzeichnet Milliarden-Defizit
14:55Viele Senioren sehen Digitalisierung seit Corona positiver
14:40NRW-Juso-Chefin fordert inhaltliche Angebote von Scholz
14:25TUI erhält weitere Milliardenhilfe vom Staat
14:16Lambsdorff begrüßt Harris-Nominierung

Börse

Am Mittwoch hat der DAX nach einem schwachen Handelsstart ab dem Mittag in den grünen Bereich gedreht und gegen Handelsschluss dann sogar noch ein solides Plus verzeichnet. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 13.058,63 Punkten berechnet, ein Zugewinn in Höhe von 0,86 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Grund waren ab dem frühen Nachmittag positive Vorgaben aus den USA, wo der Aktienmarkt am Vortag erst nach Handelsschluss in Europa noch ins Minus abgetaucht war. [Weiter...]

Finanzmärkte aktuell:

Opposition hält Scholz-Vorschläge für Bafin-Umbau für unzureichend


Banken-Hochhäuser / Foto: über dts Nachrichtenagentur

 

Die Konsequenzen, die Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) aus dem Wirecard-Skandal ziehen will, gehen der Opposition nicht weit genug. Seine Vorschläge zum Umbau der Finanzaufsicht Bafin gingen zwar in die richtige Richtung, "allerdings springt Scholz deutlich zu kurz", sagte der finanzpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Florian Toncar, dem "Handelsblatt" (Montagsausgabe). "Am wichtigsten wäre, dass die Koalition dafür sorgt, dass die Bafin sich wirklich effektiv um die großen Risiken kümmern kann und sich nicht im Klein-Klein verzettelt", so der Abgeordnete.

"Es wäre geradezu die Spitze der Absurdität, wenn die Bafin nach diesem Skandal jetzt auch noch die Aufsicht über 38.000 kleine, meist selbstständige Finanzvermittler übernehmen würde", warnte Toncar. "Das würde dem Gedanken einer schlagkräftigeren, fokussierten Aufsicht völlig zuwiderlaufen." Deshalb müsse Scholz einen entsprechenden Gesetzesentwurf zur Regulierung der Anlagevermittler sofort stoppen. "Es wäre nichts anderes als Ideologie, das Vorhaben nach Wirecard so wie geplant durchzuziehen." Aus Sicht von Linksfraktionsvize Fabio De Masi muss eine Reform der Finanzaufsicht einhergehen mit personellen Konsequenzen. Er halte Behördenchef Felix Hufeld und die Exekutivdirektorin für Wertpapieraufsicht, Elisabeth Roegele, für "diesen Kulturwandel in der Bafin weiterhin nicht befähigt", sagte De Masi dem "Handelsblatt". Den Scholz-Vorschlag, dass die Bafin künftig für die Aufsicht über große Zahlungsdienstleister "umfassend" zuständig sein solle und schneller selbst prüfen könne, begrüßte der Linken-Politiker. "Dies muss im Zeitalter von Fin-Tech und digitalen Geschäftsmodellen unabhängig davon erfolgen, ob ein Unternehmen einen hohen technologischen Anteil hat – solange es finanznahe Dienste erbringt", sagte De Masi. "Zudem muss stärker in die digitale Forensik bei Bilanzprüfungen investiert werden damit Prüfer nicht mit dem Bleistift bewaffnet vor Weltkonzernen stehen." Mit Blick auf Wirtschaftsprüfer hält De Masi zwar eine Trennung zwischen Beratung und Prüfung, wie sie Scholz ins Spiel gebracht hat, für sinnvoll. Dies räume aber nicht alle Interessenkonflikte aus. Denn Wirtschaftsprüfer würden weiter von ihren Kunden bezahlt. "Das Haftungsprivileg für Wirtschaftsprüfer muss daher reformiert werden." Es dürfe nicht sein, dass die Haftungsgrenze von vier Millionen Euro nur bei Vorsatz aufgehoben werde. "Darüber hinaus wäre es sinnvoll, dass Wirtschaftsprüfungen aus einem Pool finanziert werden, in den Unternehmen einzahlen, und aus dem die Prüfer per Zufallsprinzip ausgewählt werden", fügte der Abgeordnete hinzu. "Wenn ein und derselbe Prüfer ein Unternehmen über viele Jahre prüft ist die Unabhängigkeit nicht mehr gewährleistet."

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

Bookmark and Share  

NEWS25-Meldung vom 05.07.2020 - 11:02 Uhr

Loading...


  Wirtschaftsnachrichten


Oliver Krautscheid News

   © news25 2019 | Impressum, Datenschutzerklärung