Mittwoch, 17. Juli 2019
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Börse

Am Mittwoch hat der DAX nachgelassen. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 12.341,03 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 0,72 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. An der Spitze der Kursliste standen kurz vor Handelsschluss die Wertpapiere von Vonovia mit deutlichen Kursgewinnen von fast einem Prozent im Plus, gefolgt von den Aktien von Beiersdorf und von RWE. Die Anteilsscheine von Fresenius Medical Care standen kurz vor Handelsschluss mit starken Kursverlusten von über drei Prozent am Ende der Liste, gefolgt von den Papieren von Wirecard und von Fresenius. [Weiter...]

Finanzmärkte aktuell:

Wetter: Regen lässt nach

In der Nacht zum Freitag klingen die Niederschläge vorübergehend ab, ehe es später in der Osthälfte erneut zu regnen beginnt. Auch im Süden setzen wieder Niederschläge ein, wobei im Schwarzwald, auf der Alb und an den Alpen die Schneefallgrenze auf 500 bis 800 m sinkt. Darüber fallen einige Zentimeter Neuschnee und es tritt Glätte durch Schneematsch auf. [Weiter...]

Graphik: Deutscher Wetterdienst

SPD will Wende- und Treuhandzeit aufarbeiten


Verlauf der Berliner Mauer / Foto: über dts Nachrichtenagentur

 

Die SPD will 30 Jahre nach dem Mauerfall die Wendezeit und die Entscheidungen der Treuhand bei der Privatisierung der DDR-Wirtschaft aufarbeiten. "Aus heutiger Sicht muss man sagen, die Bundesrepublik hätte Ostdeutschland nicht einfach nur als weiteren Absatzmarkt sehen dürfen, sondern hätte stärker in die bestehenden Produktionsstätten investieren und den dort arbeitenden Menschen nach der Wendezeit eine Perspektive geben müssen", sagte die kommissarische SPD-Vorsitzende Manuela Schwesig den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochsausgaben). Einen von der Linkspartei geforderten Treuhand-Untersuchungsausschuss im Bundestag lehnte die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern entschieden ab.

"Ein Untersuchungsausschuss ist nicht der richtige Ort dafür. Wir brauchen nicht die 99. Aufarbeitung durch Experten, sondern ein Gespräch auf Augenhöhe mit Ostdeutschen, die damals dabei waren", sagte Schwesig. Die SPD gehe nun voran. So setzte der Parteivorstand am Montag auf Initiative des sächsischen Landeschefs Martin Dulig eine Arbeitsgruppe ein. Diese soll zusammen mit Historikern, Politikern und Sozialwissenschaftlern Vorschläge machen, "wie wir einen gesellschaftspolitischen Diskurs in ganz Deutschland über die Transformationsphase nach 1989/90 und die Deutsche Einheit initiieren". Neben der bereits begonnenen historischen Auswertung der Treuhand-Akten müssten auch Erfahrungen von Zeitzeugen, die ihre persönlichen Geschichten nach 1990 erzählen sollen, einbezogen werden. Dabei müssten "Konflikte und Widersprüche" benannt sowie "Mythen" entzaubert werden. "Es gilt das Schiefgelaufene und das Erfolgreiche in jenem historischen Umbruch zu verstehen und handhabbar zu machen", heißt es im Beschluss des Parteivorstandes, über den die Funke-Zeitungen berichten. Schwesig sagte, dass sie oft von Ostdeutschen höre, wie Fabriken nach der Wende plötzlich zugemacht worden seien. "Die Bürger erzählen mir die Geschichten, wie sie über Nacht arbeitslos geworden sind und die Firma plattgemacht wurde." Es habe kürzlich bewegende Bilder gegeben, als das letzte Steinkohle-Bergwerk im Westen geschlossen worden sei. "Das muss man sich in Ostdeutschland nach der Wende für fast alle Städte und Branchen vorstellen. Im Westen haben wir den Abschied von der Steinkohle emotional stark begleitet. Das fand ich sehr gut."

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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NEWS25-Meldung vom 26.06.2019 - 07:50 Uhr

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