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Die Börse in Frankfurt hat am Dienstagmittag deutliche Kursgewinne verzeichnet: Gegen 12:30 Uhr wurde der DAX mit rund 12.170 Punkten berechnet. Dies entspricht einem Plus von 1,1 Prozent gegenüber dem vorherigen Handelstag. Dabei sind fast alle DAX-Werte im grünen Bereich. [Weiter...]

Finanzmärkte aktuell:

Wetter: Regen lässt nach

In der Nacht zum Freitag klingen die Niederschläge vorübergehend ab, ehe es später in der Osthälfte erneut zu regnen beginnt. Auch im Süden setzen wieder Niederschläge ein, wobei im Schwarzwald, auf der Alb und an den Alpen die Schneefallgrenze auf 500 bis 800 m sinkt. Darüber fallen einige Zentimeter Neuschnee und es tritt Glätte durch Schneematsch auf. [Weiter...]

Graphik: Deutscher Wetterdienst

Ai Weiwei attackiert VW-Konzern und Berlinale


Ai Weiwei / Foto: über dts Nachrichtenagentur

 

Der in Berlin lebende chinesische Künstler Ai Weiwei wirft den deutschen Autokonzernen Volkswagen und Audi vor, zumindest indirekt Teil westlicher Zensur zu sein. Grund seines Ärgers: Ai hatte an dem Film "Berlin, I love you" mitgewirkt, der dann von der Berlinale-Führung abgelehnt worden sei, "obwohl das Segment, das ich bearbeitet hatte, schon vorher entfernt worden war", sagte Ai dem "Handelsblatt Magazin". Die Ablehnung sei gegenüber den Produzenten des Films unmissverständlich damit begründet worden, "dass der Film mit mir in Verbindung steht. Warum wohl? Weil unter den Partnern des Festivals auch ein chinesischer Sponsor war. Aber selbst, wenn das nicht der Fall gewesen wäre, sind Audi und die Volkswagen-Gruppe Hauptsponsoren der Berlinale", so Ai.

Der Vorstandsvorsitzende von VW, Herbert Diess, habe sich klar geäußert: "Die Zukunft von Volkswagen wird in China entschieden". Festivals hätten "zweifellos das Recht, Beiträge abzulehnen. Das kritisiere ich nicht. Dann allerdings wurde der Film meines Kollegen Zhang Yimou zurückgezogen. Ich wurde gefragt, ob es an einem technischen Problem lag. Es ist nie ein technisches Problem. Die Berlinale kooperiert seit vielen Jahren mit China", sagte Ai dem "Handelsblatt Magazin". Sie dürften nur Filme zeigen, "die das Drachensiegel der chinesischen Zensurbehörde erhalten. Jede Szene, jede Textzeile wird wieder und wieder überprüft. Selbst das Gesicht eines Darstellers bleibt von der Zensur nicht verschont. Es ist wie auf dem Schlachthof", so der Künstler weiter. Der Berlinale-Führung wirft Ai vor, "die chinesische Zensur vorwegzunehmen. Sie erkennt damit die Autorität der Zensur an. Das ist ein nicht akzeptabler Skandal". Audi wies den Vorwurf der Einflussnahme zurück: "Die Vermutung des Künstlers Ai Weiwei entbehrt jeder Grundlage", teilte das Ingolstädter Unternehmen mit, das zugleich eine Tochterfirma von Volkswagen ist. "Die Audi AG ist seit 2014 Hauptsponsor der Berlinale. Wir haben als Sponsorpartner grundsätzlich keinerlei Einfluss auf die künstlerische Ausrichtung des Festivals, geschweige denn auf die Auswahl oder die Preisvergabe für einzelne Filme. Aus diesem Grund ist selbstverständlich kein Unternehmensvertreter Mitglied der Jury der Berlinale, welche allein für die Auswahl und Beurteilung von Filmen verantwortlich ist", so der Autokonzern weiter. Ähnlich äußerte sich auch die Berlinale: "Uns fällt auf, dass Ai Weiwei sich aktuell der Berlinale und insbesondere der aktuellen Aufmerksamkeit für chinesische Filme bei der Berlinale bedient, um mediale Aufmerksamkeit zu erreichen. Festzuhalten ist: Für die Auswahl eines Films bei der Berlinale hat die Teilnahme oder Nicht-Teilnahme von Ai Weiwei keine Relevanz, und wir verwehren uns gegen diesbezügliche Behauptungen." In Düsseldorf wird derzeit – bislang unberührt von dem Berliner Ärger – die größte Retrospektive vorbereitet, die der Künstler bislang wohl erlebt hat. Ab Mitte Mai sollen in mehreren Museen der Rhein-Metropole etliche Schlüsselwerke von Ai präsentiert werden, der zugleich mahnt: . "China muss sich grundlegend verändern, sonst wird es zu einem unkontrollierbaren Risiko für die Weltgemeinschaft", sagte Ai dem "Handelsblatt Magazin". Die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen in seiner Heimat seien "nicht nur eine Gefahr für China, sondern für die ganze Welt, die kaum mehr in der Lage ist, sich von China zu lösen", so der Künstler weiter.

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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NEWS25-Meldung vom 26.04.2019 - 08:31 Uhr

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