Mittwoch, 22. Mai 2019
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Börse

Am Dienstag hat der DAX deutlich zugelegt. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 12.143,47 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 0,85 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. An der Spitze der Kursliste standen kurz vor Handelsschluss die Wertpapiere von Thyssenkrupp mit starken Kursgewinnen von über vier Prozent im Plus, gefolgt von Wirecard und von Adidas. [Weiter...]

Finanzmärkte aktuell:

Wetter: Regen lässt nach

In der Nacht zum Freitag klingen die Niederschläge vorübergehend ab, ehe es später in der Osthälfte erneut zu regnen beginnt. Auch im Süden setzen wieder Niederschläge ein, wobei im Schwarzwald, auf der Alb und an den Alpen die Schneefallgrenze auf 500 bis 800 m sinkt. Darüber fallen einige Zentimeter Neuschnee und es tritt Glätte durch Schneematsch auf. [Weiter...]

Graphik: Deutscher Wetterdienst

Wirtschaft unterläuft EU-Kontrollen zum Schutz vor Chemikalien


Europaflagge / Foto: über dts Nachrichtenagentur

 

In Europa können im großen Stil gesundheits- und umweltgefährdende Chemikalien im Einsatz sein. Das zeigt eine Untersuchung deutscher Behörden, über die die "Süddeutsche Zeitung" (Freitagsausgabe) berichtet. In Alltagsgütern wie Lebensmitteln, Möbeln, Farben, Parfum oder Kinderspielzeug werden demnach Tausende Tonnen von Substanzen verwendet, ohne hinreichend auf Risiken geprüft zu sein.

Mindestens ein Drittel aller in Europa produzierten oder nach Europa importierten Chemikalien verstößt nach einer Prüfung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) gegen EU-Auflagen. Das Umweltbundesamt bezeichnet die Ergebnisse am Donnerstag als "sehr besorgniserregend". Schon seit 2010 müssen Unternehmen Substanzen, die sie herstellen oder verwenden, durch die Europäische Chemikalienagentur ECHA registrieren lassen - und dabei genau aufgeschlüsselte Dossiers mit umwelt- und gesundheitsrelevanten Daten und Studien einreichen. Die letzten Fristen dafür liefen Ende Mai aus. Doch die Industrie widersetzt sich der Maßnahme zum Ärger der Behörden in großem Ausmaß. "Viele Firmen haben lückenhafte Daten vorgelegt. Relevante Tests fehlen", sagte Nannett Aust, Leiterin des Fachgebiets Chemikalien beim Umweltbundesamt. Nach Angaben des BfR beziehen sich diese fehlenden Daten und Tests etwa auf die Schädlichkeit für Ungeborene oder auf die Giftigkeit für im Wasser lebende Tiere und Pflanzen. Triftige Gründe dafür, dass die Firmen die geforderten Daten nicht beibringen könnten, gibt es laut BfR nicht. "Umwelt- oder Gesundheitsrisiken durch den Einsatz von Chemikalien lassen sich so nicht ausschließen", so Aust. Damit torpedieren die Unternehmen den Versuch, mehr Schutz für die Bürger zu schaffen und einen bislang weitgehend im Dunkeln agierenden Markt stärker unter Kontrolle zu bringen. Denn Chemikalien mussten bislang nicht zugelassen werden, sie wurden einfach benutzt. Oft wurde erst nach Jahrzehnten des Gebrauchs festgestellt, welche fatalen Wirkungen einige Stoffe haben. Der Kontakt mit giftigen, aber noch nicht überprüften Alltagschemikalien werde für eine Reihe von Umwelt- und Gesundheitsproblemen verantwortlich gemacht, etwa für sinkende Fruchtbarkeit, für Krebs- und andere Erkrankungen, so das Europäische Umweltbüro EEB, das größte Netzwerk europäischer Umweltverbände.

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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NEWS25-Meldung vom 12.10.2018 - 00:00 Uhr

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