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In der Nacht zum Freitag klingen die Niederschläge vorübergehend ab, ehe es später in der Osthälfte erneut zu regnen beginnt. Auch im Süden setzen wieder Niederschläge ein, wobei im Schwarzwald, auf der Alb und an den Alpen die Schneefallgrenze auf 500 bis 800 m sinkt. Darüber fallen einige Zentimeter Neuschnee und es tritt Glätte durch Schneematsch auf. [Weiter...]

Graphik: Deutscher Wetterdienst

Habeck rechnet wegen Hitzewelle mit dramatischen Einbußen


Weizen / Foto: über dts Nachrichtenagentur

 

Der Grünen-Bundesvorsitzende und schleswig-holsteinische Landwirtschaftsminister Robert Habeck befürchtet durch die Hitzewelle katastrophale Ernteausfälle für die deutsche Landwirtschaft. "Wir haben ein extremes Jahr, ein echtes Seuchenjahr für die Landwirtschaft", sagte Habeck der "Welt". Die Landwirte, "denen es ja auch schon zuvor ökonomisch nicht gut ging", müssten mit "dramatischen Einbußen rechnen".

"Wir haben glühende Landschaften", so Habeck. Die Tierhaltung in ihrer sehr intensiven Form stoße an ihre ökologischen Grenzen. "Im Winter kann die Gülle nicht ausgebracht werden, im Sommer mangelt es an Futter. Wir müssen den Tierbestand reduzieren." Der Klimawandel erzwinge es, "dass wir für die Bauern Einkommensmodelle entwickeln, die jenseits des bisherigen Systems von `Wachse oder weiche`, also `Produziere immer mehr, hab mehr Tiere, oder gib auf` funktionieren." Als Gegenmodell brachte Habeck eine Umsteuerung zu einer flächengebundenen Landwirtschaft ins Spiel: "Ein Betrieb sollte nur so viele Tiere haben, wie er mit dem Ertrag seiner Flächen grundsätzlich ernähren kann. Prämien für Landwirte müssen also daran gebunden werden, dass eine bestimmte Viehzahl pro Hektar nicht überschritten wird." Bauern, die weniger Kühe haben, würden dann eine höhere Prämie bekommen. So könne man das "industrielle Wachstum mit zu vielen Tieren auf engem Raum und zu viel Güllebedarf samt entsprechenden Nitraten im Grundwasser stoppen". Sollte dies nicht geschehen, hält der Grünen-Vorsitzende eine radikalere Lösung für geboten, nämlich eine "Obergrenze der Viehhaltung": "Das hieße, dass man beispielsweise nicht über zwei Großvieheinheiten - das sind zwei Kühe - pro Hektar gehen darf." Die Agrarsubventionen würde Habeck dabei nicht erhöhen, sondern bei etwa 350 Milliarden Euro EU-weit pro Förderperiode bleiben. Gerade werde über die Neuverteilung der Subventionen ab dem Jahr 2021 verhandelt. "Darum wäre jetzt eine günstige Situation zur Umstellung." Wenn man jetzt zügig damit beginne, dass die Bauern Geld bekommen, die weniger Tiere halten und dadurch mehr für die Umwelt tun, würde das zu einem neuen System führen, "in dem höhere Viehbestände nicht mehr die einzige Antwort sind. Dann vermeiden wir das Ordnungsrecht", so Habeck. "Wenn man das jetzt aber nicht einleitet, wird man wahrscheinlich nicht umhinkommen, sehr bald zu einer strikten Obergrenze zu kommen."

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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NEWS25-Meldung vom 23.07.2018 - 00:13 Uhr

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