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In der Nacht zum Freitag klingen die Niederschläge vorübergehend ab, ehe es später in der Osthälfte erneut zu regnen beginnt. Auch im Süden setzen wieder Niederschläge ein, wobei im Schwarzwald, auf der Alb und an den Alpen die Schneefallgrenze auf 500 bis 800 m sinkt. Darüber fallen einige Zentimeter Neuschnee und es tritt Glätte durch Schneematsch auf. [Weiter...]

Graphik: Deutscher Wetterdienst

Zeckenforscher: FSME-Virus wird sich verstärkt im Norden ausbreiten


Junge Frau auf einer Wiese / Foto: über dts Nachrichtenagentur

 

Der Infektionsforscher Gerhard Dobler befürchtet, dass sich die Zecken, die den Hirnhautentzündung auslösenden Erreger FSME in sich tragen, verstärkt im Norden ausbreiten werden. "Wir sehen bereits jetzt, dass sich das FSME-Virus weiter in den Norden ausbreitet und es eine Tendenz auch in Richtung Nordwesten gibt", sagte der Experte der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Montagsausgabe). "Ich rechne mit einer weiteren Ausbreitung eher noch in Richtung Westen."

Die Einschätzung des Robert-Koch-Instituts, dass mit größeren Veränderungen nicht zu rechnen sei, teile er nicht, so der Experte. Molekularbiologische Untersuchungen der FSME-Erreger aus unterschiedlichen Regionen Europas haben laut Dobler gezeigt, dass die Viren unter anderem auf den bekannten Vogelzug-Linien verbreitet werden. Der Wissenschaftler am Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr, einem Partnerinstitut des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF), untersucht seit 2009 die Verbreitung und Aktivität des FSME-Virus in Deutschland. Nach seinen Angaben schwankte die Zahl der Erkrankungsfälle mit der gefährlichen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) in den vergangenen Jahren zwischen bundesweit 250 bis 500. Die weitaus meisten davon (85 Prozent) seien auch im Jahr 2017 in Süddeutschland aufgetreten. Immer wieder hätten sich jedoch auch Menschen in privaten Gärten in Berlin, in Stadtparks in Mecklenburg-Vorpommern und auch an der niedersächsisch-niederländischen Grenze angesteckt. In Niedersachsen deutet auch eine aktuelle Studie des Landesgesundheitsamtes (NLGA) bei Forstbediensteten auf ein Vorkommen des FSME-Virus hin. Risikogebiete sind in dem Bundesland aber nicht ausgewiesen. "Die Entwicklung bleibt regional sehr unterschiedlich", sagte Dobler. So sei die Zahl der FSME-Erkrankungsfälle in Unterfranken, in Hessen, im Odenwald und auch im nördlichen Baden-Württemberg sogar deutlich zurückgegangen. "Momentan wissen wir nicht, was die Ursache dafür ist, dass die FSME da praktisch verschwindet." Generell könne man allerdings sagen, dass in Deutschland die gefährliche Hirnhautentzündung seit wenigen Jahren bevorzugt auch in Regionen neu auftrete, die mit 600 bis 700 Meter etwas höher liegen.

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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NEWS25-Meldung vom 09.07.2018 - 12:17 Uhr

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