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Graphik: Deutscher Wetterdienst

Ukraine hofft auf deutsche Hilfe für UN-Blauhelmmission


Flagge der Ukraine / Foto: über dts Nachrichtenagentur

 

Die Ukraine erhofft sich von der Bundesregierung Unterstützung für eine UN-Blauhelmmission im umkämpften Osten des Landes. "Wir brauchen jetzt vor allem eine Blauhelm-Mission der UNO in der Ostukraine", sagte der ukrainische Präsident Petro Poroschenko dem "Handelsblatt" (Montagsausgabe) vor seinem Staatsbesuch in Berlin am Dienstag. Im Gegensatz zu russischen Vorstellungen für einen solchen Einsatz einer UN-Friedensmission müssten die Blauhelme "illegale bewaffnete Gruppen entwaffnen, die Einwohner dort beschützen und sichergestelltes Militärgerät bewachen. Und sie müssen natürlich den bisher unkontrollierten Teil der russisch-ukrainischen Grenze sichern", sagte Poroschenko.

Es müsse sichergestellt werden, dass Moskau nicht weiter eigene Soldaten und Waffen über die Grenze in den Donbass bringen könne. Poroschenko dankte der Bundesregierung, dass im Koalitionsvertrag ein eigener Ukraine-Absatz aufgenommen worden sei mit dem Ziel deutscher Unterstützung für das Land sowie der Forderung nach einem Blauhelmeinsatz in der umkämpften Ostukraine. Wichtig sei nun, dass zügig ein Waffenstillstand und ein Mandat des Weltsicherheitsrats für solch eine Blauhelm-Mission zustande komme. Der ukrainische Staatschef machte deutlich, dass für sein Land "mehr als alles andere eine starke und einige EU und ihre Solidarität mit der Ukraine" nötig sei. Seit April 2014 kämpfen von Russland unterstützte Separatisten im Osten der Ukraine für die Loslösung von Kiew. Sie haben dazu die von niemandem außer Moskau anerkannten sogenannten Volksrepubliken Donezk und Lugansk ausgerufen. Russland unterstützt mit Soldaten und Waffen die Separatisten, Poroschenko behauptet, russische Offiziere befehligten sogar diese Einheiten. Außerdem gehört die Halbinsel Krim seit einem international umstrittenen Referendum 2014 wieder faktisch zu Russland, die Ukraine und die meisten Regierungen der Welt sehen dies als völkerrechtswidrig an.

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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NEWS25-Meldung vom 09.04.2018 - 07:55 Uhr

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