Freitag, 22. Juni 2018
NEWS25
HOME   POLITIK   WIRTSCHAFT   SPORT   ETC.   NET-NEWS   ARCHIV   

Meistgelesene Nachrichten

Schulz wirft Söder "Verrat an Interessen Deutschlands" vor
Telekom-Tochter T-Systems will rund 10.000 Stellen streichen
Zusatzkosten für deutsche Gaskunden wegen Bau von Nord-Stream-2
Marius Müller-Westernhagen sieht Demokratie in Gefahr
Bundesfinanzminister kontert CSU-Kritik an Eurozonen-Budget
Bauernverband fürchtet verstärkte Landflucht
Infratest: Abstand zwischen CDU und SPD in Hessen wächst
Bundesregierung kritisiert Menschenrechtslage in der Türkei
Zahl der Verkehrstoten deutlich gestiegen
EuGH verurteilt Deutschland wegen Nitrat-Belastung

Newsticker

01:00Scholz stellt sich bei Umbau von BAMF an Seite von Seehofer
00:00Deutsche im Asylstreit gespalten
00:00Sachsens Regierungschef ruft im Asylstreit zu Einigung auf
00:00Sparguthaben der Bundesbürger verlieren massiv an Wert
22:12US-Börsen im Minus - Gold immer schwächer
21:52Fußball-WM: Argentinien verliert gegen Kroatien
21:32Bericht: Vermisste Tramperin Sophia tot in Spanien gefunden
18:54Fußball-WM: Frankreich gewinnt gegen Peru
18:38Zusatzkosten für deutsche Gaskunden wegen Bau von Nord-Stream-2
18:38Bundesregierung prüft Verschärfung der Beteiligungs-Meldepflicht
17:39DAX lässt kräftig nach - Beiersdorf und Auto-Aktien hinten
17:34Nagelsmann verlässt Hoffenheim - Bericht über Vertrag in Leipzig
17:21Juso-Chef Kühnert: SPD braucht mehr Effekthascherei
17:11Brandenburg will Anteil an VW-Milliardenbußgeld
17:09Nach zehn Jahren: Lehman-Insolvenzverwalter zieht Bilanz

Börse

Am Donnerstag hat der DAX nachgelassen. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 12.511,91 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 1,44 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Kurz vor Handelsschluss waren allein die Aktien von Fresenius, Linde, Adidas und Merck im Plus. [Weiter...]

Finanzmärkte aktuell:

Wetter: Regen lässt nach

In der Nacht zum Freitag klingen die Niederschläge vorübergehend ab, ehe es später in der Osthälfte erneut zu regnen beginnt. Auch im Süden setzen wieder Niederschläge ein, wobei im Schwarzwald, auf der Alb und an den Alpen die Schneefallgrenze auf 500 bis 800 m sinkt. Darüber fallen einige Zentimeter Neuschnee und es tritt Glätte durch Schneematsch auf. [Weiter...]

Graphik: Deutscher Wetterdienst

Kommunen strikt gegen City-Maut


Straßenverkehr / Foto: über dts Nachrichtenagentur

 

Der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebunds, Gerd Landsberg, lehnt die Einführung einer City-Maut nach dem Vorbild Londons als Alternative zu städtischen Fahrverboten ab. "Was für Megastädte wie London funktionieren mag, lässt sich nicht auf Deutschland ohne weiteres übertragen", sagte Landsberg dem "Handelsblatt" (Samstagausgabe). "Eine Maut würde die Verkehre und damit die Lebensader der Städte verteuern und erschweren."

Die Umweltbelastungen würden zudem nicht automatisch reduziert. Notwendig sei eine "Verkehrswende" – mit mehr öffentlichem Personennahverkehr und einer Digitalisierung des Verkehrs, um weniger Staus und damit weniger Schadstoffe zu produzieren. Der Präsident des Münchner Ifo-Instituts, Clemens Fuest, hatte sich zuvor für eine City-Maut ausgesprochen. "Fahrverbote sind Umweltpolitik mit dem Holzhammer und nur als ultima ratio akzeptabel. Man kann und sollte die Einhaltung der Grenzwerte mit intelligenteren Instrumenten umsetzen", sagte Fuest dem "Handelsblatt". "Weitaus besser ist ein City-Mautsystem." Fuest verwies auf London. Dort wurde schon 2003 die "Congestion Charge" (Staugebühr) eingeführt. "Die Maut führt dazu, dass die Fahrer auf den öffentlichen Nahverkehr umsteigen, die das zu den geringsten Kosten können", sagte der Ifo-Chef. "Ein Handwerker kann sein Werkzeug, ein zu installierendes Möbelstück oder eine reparierte Maschine in der Regel nicht in der S-Bahn transportieren, der wird dann auch eine hohe City-Maut zahlen." Die Kosten eines pauschalen Diesel-Fahrverbots wären nach Einschätzung Fuests dagegen unnötig hoch. Landsberg gab indes zu bedenken, dass jedes dritte Auto in einer deutschen Stadt nicht von A nach B fahre, sondern einen Parkplatz suche. "Hier kann man durch Digitalisierung und Hinweis auf freie Parkplätze in der Stadt oder Park-and-Ride-Parkplätze einen wichtigen Beitrag leisten." Auch die "systematische Stärkung" des Radverkehrs sei ein wichtiges Element. Notwendig seien überdies mehr schadstofffreie Elektromobilität und schadstoffarme Fahrzeuge. "Hier ist auch die Industrie gefordert, nicht nur Soft-, sondern auch Hardware-Nachrüstung zu organisieren", betonte Landsberg. Blaue Plaketten, noch dazu, wie vom Umweltbundesamt vorgeschlagen, in verschiedenen Farbschattierungen, lehnen die Kommunen ab. "Sie sind letztlich auch nur Fahrverbote und tragen nicht zur Verbesserung der Umweltsituation bei", sagte Landsberg. Im Fall möglicher Verkehrsbeschränkungen sollte daher wie in anderen europäischen Städten auch eine Kontrolle durch digitales Scannen der Kennzeichen und Abgleichung mit den Zulassungsdaten ermöglicht werden. "Diese Lösung ist auch deshalb besser, weil sie nicht nur Kosten spart, sondern die Polizei bereits erklärt hat, ihr fehle das Personal für Kontrollen." Die Kommunen seien jedoch für den fließenden Verkehr "gar nicht zuständig", betonte der Städtebund-Chef. Und er warnte: "Mit Plakettenbürokratie und City-Mautsystemen lösen wir unsere Verkehrsprobleme nicht."

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

Bookmark and Share  

NEWS25-Meldung vom 09.03.2018 - 12:34 Uhr

   © news25 2015 | Impressum, Datenschutzerklärung