Donnerstag, 19. April 2018
NEWS25
HOME   POLITIK   WIRTSCHAFT   SPORT   ETC.   NET-NEWS   ARCHIV   

Meistgelesene Nachrichten

Trump bestätigt Treffen von CIA-Direktor Pompeo und Kim Jong-un
Merkel meldet sich nach Prügelattacke vom Prenzlauer Berg zu Wort
EU-Umsiedlungsprogramm: Deutschland nimmt 10.000 Flüchtlinge auf
Brexit-Niederlage für Theresa May im Britischen Parlament
Maas und Barley verurteilen antisemitischen Angriff in Berlin
Länder fordern höhere Bußgelder
EU-Kommissiar drängt Deutschland zu Ende der Grenzkontrollen
Weniger Muslime in Deutschland als bisher vermutet
DAX fast unverändert - Conti zieht Autobauer nach unten
Özdemir hält Kritik an Militärschlägen für überzogen

Newsticker

11:47Schuster erwartet Gesetzesänderungen durch Amri-U-Ausschuss
11:44BDI bemängelt Wachstumsbremsen
11:08EU-Kommission unterstützt USA im Handelsstreit mit China
10:56Spahn fordert bessere Zusammenarbeit bei Masernimpfung
10:37DIHK setzt auf wirtschaftlichen Wandel in Kuba
10:15Wirtschaftsinstitute heben Wachstumsprognose an
09:49CSU-Generalsekretär legt in Islam-Debatte nach
09:30DAX startet kaum verändert - Siemens vorne
09:16Gesetz zu TV-Übertragungen von Urteilsverkündungen wirkt noch nicht
08:54NRW plant mehr Staatsanwälte in kleineren Städten vor Ort
08:41Verband der Bundespolizei warnt nach Großrazzia vor Personalmangel
08:15McAllister erwartet keinen echten politischen Wandel in Kuba
07:56Rüstungsexporte aus NRW deutlich gestiegen
07:43Niedersächsische Agrarministerin glaubt nicht an Glyphosat-Verbot
07:25Erste Befragung von Merkel im Bundestag noch vor der Sommerpause

Börse

Die Börse in Frankfurt hat zum Handelsstart am Donnerstag zunächst kaum Kursveränderungen verzeichnet. Gegen 09:30 Uhr wurde der DAX mit rund 12.585 Punkten berechnet. Das entspricht einem Minus von 0,05 Prozent im Vergleich zum Handelsschluss am Vortag. [Weiter...]

Finanzmärkte aktuell:

Wetter: Regen lässt nach

In der Nacht zum Freitag klingen die Niederschläge vorübergehend ab, ehe es später in der Osthälfte erneut zu regnen beginnt. Auch im Süden setzen wieder Niederschläge ein, wobei im Schwarzwald, auf der Alb und an den Alpen die Schneefallgrenze auf 500 bis 800 m sinkt. Darüber fallen einige Zentimeter Neuschnee und es tritt Glätte durch Schneematsch auf. [Weiter...]

Graphik: Deutscher Wetterdienst

Ersatzfreiheitsstrafen kosten bundesweit rund 200 Millionen Euro


Gefängnis / Foto: über dts Nachrichtenagentur

 

Die Zahl der durch sogenannte Ersatzfreiheitsstrafen belegten Haftplätze ist in Deutschland in den vergangenen zehn Jahren um fast 25 Prozent gestiegen und verursacht pro Jahr Kosten von mehr als 200 Millionen Euro. Das berichtet das ARD-Magazin "Monitor" unter Berufung auf offizielle Statistiken und eine Umfrage unter den Bundesländern. Ersatzfreiheitsstrafen sind Haftstrafen, die Menschen antreten müssen, wenn sie eine verhängte Geldstrafe nicht bezahlen.

Sie sind in Deutschland umstritten, weil sie überwiegend Nicht- oder Geringverdiener treffen, die ihre Geldstrafe nicht bezahlen können. Bei den Straftaten handelt es häufig um Delikte wie Schwarzfahren, kleinere Diebstähle oder Fahren ohne Führerschein. Im Bundesdurchschnitt belegen Menschen mit Ersatzfreiheitsstrafe inzwischen rund zehn Prozent der regulären Haftplätze. Allein in Bayern stieg die Zahl um 65 Prozent. Genaue Daten dazu gibt es nicht, da die Zahlen nur an drei Stichtagen im Jahr erhoben werden. Experten kritisieren den Anstieg und die hohen Kosten bei den Ersatzfreiheitsstrafen: "Es ist skandalös, so viel Geld zu verwenden, um Menschen aufgrund von Armut und einem Mangel an sozialen Kompetenzen wegen kleinerer Delikte wegzusperren", so Heinz Cornel, Professor für Jugendrecht, Strafrecht und Kriminologie an der Alice Salomon Hochschule Berlin. Statt Strafe bräuchten die Betroffenen Hilfsangebote, sagte auch Nicole Bögelein vom Institut für Kriminologie der Universität Köln: "Die Betroffenen haben oft multiple Probleme wie hohe Verschuldung, Suchtbelastung und sehr ungeregelte Lebenssituationen bis hin zur Obdachlosigkeit." Grundsätzlich kann eine Haft abgewendet werden, etwa indem man sich um gemeinnützige Arbeit bemüht. Damit seien solche Personen aber regelmäßig überfordert. Durch die Haft werde die Situation der Betroffenen häufig sogar noch verschlechtert, zum Beispiel durch soziale Isolierung, den Verlust des Arbeitsplatzes oder der Wohnung. Experten wie Bögelein und Cornel fordern daher, auf Ersatzfreiheitsstrafen als Sanktionsinstrument zu verzichten. Die Ursachen des Problems seien vor allem sozialpolitischer Natur. Die Bundesregierung lehnt eine Abschaffung hingegen ab: "Die Ersatzfreiheitsstrafe stellt auch bei Delikten der leichteren und mittleren Intensität ein unerlässliches Mittel zur Durchsetzung der Geldstrafe dar" argumentiert das Justizministerium. Aktuell befasst sich eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe mit dem Thema.

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

Bookmark and Share  

NEWS25-Meldung vom 11.01.2018 - 09:44 Uhr

   © news25 2015 | Impressum