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Die Börse in Frankfurt hat zum Wochenausklang Kursverluste verzeichnet. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 12.561,42 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 0,98 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Erneut sorgte der Handelsstreit zwischen den USA und China für schlechte Stimmung bei den Anlegern. [Weiter...]

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Wetter: Regen lässt nach

In der Nacht zum Freitag klingen die Niederschläge vorübergehend ab, ehe es später in der Osthälfte erneut zu regnen beginnt. Auch im Süden setzen wieder Niederschläge ein, wobei im Schwarzwald, auf der Alb und an den Alpen die Schneefallgrenze auf 500 bis 800 m sinkt. Darüber fallen einige Zentimeter Neuschnee und es tritt Glätte durch Schneematsch auf. [Weiter...]

Graphik: Deutscher Wetterdienst

Schattenwirtschaft in Deutschland wird kleiner


Bauarbeiter / Foto: über dts Nachrichtenagentur

 

Die Schattenwirtschaft in Deutschland ist auf dem Rückzug. In diesem Jahr umfasst die Wirtschaftsleistung, die am Staat vorbei erbracht wird, 10,4 Prozent des offiziellen Bruttoinlandsprodukts. Dies ergibt eine noch unveröffentlichte Studie des Ökonomen Friedrich Schneider, über die die "Welt" in ihrer Samstagausgabe berichtet.

Schneider, Professor emeritus an der Universität Linz, gilt als einer der führenden Experten in diesem Bereich. In Deutschland und vielen anderen Ländern hat die Bedeutung der Schattenwirtschaft Schneiders Berechnungen zufolge seit der Jahrtausendwende deutlich abgenommen. Schwarzarbeit und andere wirtschaftliche Tätigkeiten, die am Fiskus vorbeilaufen, machten 2003 in Deutschland noch 16,7 Prozent aus. Mit Ausnahme des Jahres 2009 ist dieser Anteil seither in jedem Jahr rückläufig gewesen. Noch deutlicher wird der Schrumpfungsprozess, wenn man die Schattenwirtschaft in absolute Zahlen fasst. So wurden 2016 rund 339 Milliarden Euro auf Schwarzmärkten erwirtschaftet, ergibt sich aus Schneiders Berechnungen; 2003 waren es inflationsbereinigt noch 445 Milliarden. "Hauptgrund für den Rückgang in den meisten europäischen Ländern ist die gute Konjunktur", sagt Schneider. "Wenn ich gutes Geld verdiene und auch nach Bedarf Überstunden machen kann, brauche ich nicht schwarz zu arbeiten." "In Deutschland dürfte auch eine Rolle spielen, dass die Bürger von der nächsten Bundesregierung Steuererleichterungen erwarten", sagt Schneider. "Angenommen, ich weiß, nächstes Jahr brauche ich ein neues Auto. Ich habe aber noch nicht genügend Geld zusammen. Wenn ich nun mit der Abschaffung des Soli rechne, kann das durchaus entscheidend dafür sein, ob ich schwarz arbeite oder nicht." Ähnliches könnte sich demnächst in Frankreich zeigen, glaubt Schneider. Frankreich ist bisher ein Ausreißer - es ist das einzige Land Europa, in dem die Schattenwirtschaft relativ zum Bruttoinlandsprodukt seit 2010 größer geworden ist, auf zuletzt 12,8 Prozent. "Das Anwachsen der Schattenwirtschaft spiegelt die hohe Arbeits- und Perspektivlosigkeit unter den Franzosen wider", sagt Schneider. Der Wissenschaftler erwartet aber, "dass wir schon 2018 einen deutlichen Rückgang der Schattenwirtschaft in Frankreich sehen werden", denn: "Emmanuel Macron bringt überraschend viele seine Reformen durch, und das ohne wochenlange Streiks." Eine Ausnahme ist auch Griechenland - allerdings in ganz anderer Hinsicht. In dem durch die Schuldenkrise schwer gebeutelten Land ist die Schattenwirtschaft auf dem Rückzug - aber nicht, weil es dort einen Aufschwung gäbe, ganz im Gegenteil. "In Griechenland lässt sich ein Phänomen beobachten, dass es etwa in der Bundesrepublik noch nie gegeben hat", sagt Schneider. "Die Rezession war so schwer, dass die Leute sich noch nicht einmal Schwarzarbeit leisten wollten. Die geben ihren Kindern dann halt selbst wieder Nachhilfe und putzen auch selbst." Friedrich Schneider hat eine Methode entwickelt, mit der er die Größe von Schattenwirtschaften abschätzen kann. Variablen, die er einfließen lässt, sind die Besteuerung von Arbeit, die Schärfe von Regulierungen, Wirtschaftswachstum und Arbeitslosigkeit sowie die Steuermoral. Diese Faktoren setzt er in Beziehung zu der umlaufenden Bargeldmenge. Der Gedanke dahinter: Wenn die offizielle ausgewiesene Wirtschaftsleistung kleiner ist, als es die Bargeldmenge erwarten ließe, wird ein Teil des Geldes vermutlich durch klandestine Kanälen geschleust.

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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NEWS25-Meldung vom 16.12.2017 - 05:44 Uhr

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