Montag, 28. Mai 2018
NEWS25
HOME   POLITIK   WIRTSCHAFT   SPORT   ETC.   NET-NEWS   ARCHIV   

Meistgelesene Nachrichten

Habeck wirft Politikern "dumme Fehler" im Umgang mit AfD vor
Klöckner fürchtet Rückschritte für Frauenrechte durch Einwanderung
Zweifel an Zusammenarbeit mit italienischen Geheimdiensten
Justizministerin fordert bundesweite Kontrollen der Asylbescheide
Wetterdienst warnt vor schweren Gewittern in Teilen Deutschlands
Gutachten warnt vor Risiken für EU beim Euro-Clearing
Entwicklungsminister will privates Kapital nach Afrika lenken
AfD-Demonstration in Berlin - Tausende Gegendemonstranten
Deutsche Exporteure geraten in Bedrängnis
Kim Jong-un und Trump weiterhin zu Gipfel bereit

Newsticker

01:00Grüne wollen bei Hausbesetzungen nachsichtiger sein
01:00BAMF-Personalrat kritisiert Ex-Amtsleiter Weise
01:00Diakonie-Präsident: Pflegekräfte wie Ingenieure bezahlen
00:00BAMF stellt nach Angriff auf IT-Systeme Strafanzeige
00:00Bericht: Bahn weitet City-Ticket aus
00:00FDP will Einsatz externer Prüfer bei Aufarbeitung des BAMF-Skandals
00:00Umweltministerin geht im Diesel-Skandal auf Autohersteller zu
00:00Kaffeekonzern Lavazza will "echter Global Player" werden
00:00Führende SPD-Politiker fordern mehr Dialog mit Russland
00:00SPD verlangt von Merkel Aufklärung in BAMF-Affäre
22:19USA setzen Vorbereitungen für Treffen mit Kim fort
22:19USA setzen Vorbereitungen für Treffen mit Kim fort
20:57Entwicklungsminister will privates Kapital nach Afrika lenken
20:53Deutsche Exporteure geraten in Bedrängnis
20:26Regierungsbildung in Italien vorerst gescheitert

Börse

Zum Wochenausklang hat der DAX zugelegt. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 12.938,01 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 0,65 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Der Ifo-Geschäftsklimaindex sorgte für Rückenwind: Das Konjunkturbarometer stieg im fünften Monat des Jahres auf 102,2 Zähler, wie das Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung an der Ludwig-Maximilians-Universität München am Freitagvormittag mitteilte. [Weiter...]

Finanzmärkte aktuell:

Wetter: Regen lässt nach

In der Nacht zum Freitag klingen die Niederschläge vorübergehend ab, ehe es später in der Osthälfte erneut zu regnen beginnt. Auch im Süden setzen wieder Niederschläge ein, wobei im Schwarzwald, auf der Alb und an den Alpen die Schneefallgrenze auf 500 bis 800 m sinkt. Darüber fallen einige Zentimeter Neuschnee und es tritt Glätte durch Schneematsch auf. [Weiter...]

Graphik: Deutscher Wetterdienst

Fall Jalloh: Staatsanwalt geht von Vertuschungstat aus


Polizeistreife im Einsatz / Foto: über dts Nachrichtenagentur

 

Im Fall des Asylbewerbers Oury Jalloh, der vor 13 Jahren in einer Dessauer Polizeizelle ums Leben gekommen ist, gibt es eine spektakuläre Wende. Das berichtet die "Mitteldeutsche Zeitung" (Donnerstagsausgabe). So hat der Leitende Dessauer Oberstaatsanwalt Folker Bittmann in einem Vermerk vom 4. April 2017 nicht nur die Unfall-These verworfen, nach der sich Jalloh im Alkoholrausch selbst verbrannt hat.

Er entwirft in dem Vermerk auch ein Mordszenario, wonach Beamte den Häftling angezündet haben könnten, um seine Verletzungen zu vertuschen und Ermittlungen zu zwei früheren Todesfällen im Umfeld der Dessauer Polizei zu verhindern. Der Leitende Oberstaatsanwalt stützt sich dabei auf mehrere Gutachter und einen 2016 unternommenen Brandversuch. Der gefesselte und nahezu handlungsunfähige Mann soll in seinen letzten Atemzügen mit einer kleinen Menge Brandbeschleuniger übergossen und angezündet worden sein. Plausibel sei ein Zusammenhang mit zwei früheren Todesfällen um die Polizeistation Dessau, heißt es in dem Vermerk. 1997 war ein Mann nach einem Polizeigewahrsam an schweren inneren Verletzungen gestorben. 2002 kam in derselben Zelle wie später Jalloh ein Obdachloser ums Leben. In beiden Fällen hatte es auch Ermittlungen gegen Polizeibeamte gegeben. Bittmanns Vermutung: Jalloh, der im Gesicht verletzt war und nicht ordnungsgemäß ärztlich versorgt wurde, sei bei einer Zellenkontrolle ohnmächtig aufgefunden worden. Den Beamten sei klargeworden, "dass schwere Verletzungen oder gar das Versterben eines weiteren Häftlings neuerliche Untersuchungen auslösen würden". Diese Sorge "mag zu dem Entschluss geführt haben, mit der Brandlegung alle Spuren zu verwischen". Zu praktischen Ermittlungsschritten gegen Polizeibeamte kam es nicht, weil die Staatsanwaltschaft Dessau-Roßlau das Verfahren im Mai durch Entscheidung von Generalstaatsanwalt Jürgen Konrad nach Halle abgeben musste. Dort wurde es eingestellt - die dortige Staatsanwaltschaft sah keinen hinreichenden Tatverdacht.

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

Bookmark and Share  

NEWS25-Meldung vom 06.12.2017 - 21:09 Uhr

   © news25 2015 | Impressum, Datenschutzerklärung