Samstag, 19. August 2017
NEWS25
HOME   POLITIK   WIRTSCHAFT   SPORT   ETC.   NET-NEWS   ARCHIV   

Meistgelesene Nachrichten

Seehofer will nach Bundestagswahl drei CSU-Minister
Bayern starten mit Sieg in 1. Bundesliga
Unwetter wütet über Süddeutschland
Gauland: AfD-Parteivorstand trifft Entscheidungen ohne Petry
Ehemaliger BND-Chef berät Flüchtlingsbeauftragten Weise
Chef des Deutschen Städtetags denkt über mehr Sicherheit nach
Außenminister Gabriel besucht Anschlagsort in Barcelona
US-Börsen uneinheitlich - Trump irritiert
Studie: Bürgerversicherung würde Privatversicherer deutlich entlasten
Bericht: Entzug von G20-Akkreditierungen beruhte auf falschen Dateien

Newsticker

20:261. Bundesliga: Schalke besiegt zum Auftakt Vizemeister Leipzig
19:35Lottozahlen vom Samstag (19.08.2017)
17:32Innenminister: Messerattacke in Finnland war Terroranschlag
17:241. Bundesliga: BVB nach Sieg in Wolfsburg Tabellenführer
16:50Türkei lässt Schriftsteller Dogan Akhanli in Spanien festnehmen
15:53Max Giesinger fährt U-Bahn statt Taxi
15:09Justizminister Maas: Trump fördert Anti-Amerikanismus
14:532. Bundesliga: Dresden verliert 0:4 gegen Sandhausen
14:21Spahn: SPD schürt "billige Ressentiments" gegen USA
13:53Nokia will Konkurrenz mit neuen Smartphones angreifen
13:36Maas: Abgelehnte Asylbewerber "konsequent abschieben"
13:05Air-Berlin-Pleite: Monopolkommission gegen Deal mit Lufthansa
12:54Maas dringt auf Verschärfung der Mietpreisbremse
12:24Post-Chef wirbt für höhere Porto-Preise
11:48Insolvenzexperte rechnet mit baldigen Kündigungen bei Air Berlin

Börse

Zum Wochenausklang hat der DAX weiter nachgelassen. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 12.165,19 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 0,31 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Als Grund wurde Unsicherheit bezogen auf US-Präsident Donald Trump und die unsicheren Folgen des Terroranschlags in Barcelona genannt. [Weiter...]

Finanzmärkte aktuell:

Wetter: Regen lässt nach

In der Nacht zum Freitag klingen die Niederschläge vorübergehend ab, ehe es später in der Osthälfte erneut zu regnen beginnt. Auch im Süden setzen wieder Niederschläge ein, wobei im Schwarzwald, auf der Alb und an den Alpen die Schneefallgrenze auf 500 bis 800 m sinkt. Darüber fallen einige Zentimeter Neuschnee und es tritt Glätte durch Schneematsch auf. [Weiter...]

Graphik: Deutscher Wetterdienst

Medien: Tod von 71 Flüchtlingen in Kühl-Lkw hätte verhindert werden können


Flüchtling / Foto: über dts Nachrichtenagentur

 

Der Tod von 71 Flüchtlingen, die bei einer Schleuserfahrt im August 2015 in einem Kühl-Lkw erstickt waren, hätte wohl verhindert werden können: Laut eines Berichts von NDR, WDR und "Süddeutscher Zeitung" hörten ungarische Ermittlungsbehörden die Telefone der wichtigsten Drahtzieher bereits zwei Wochen vor der tödlichen Fahrt ab und zeichneten ähnliche Taten auf, bei denen Flüchtlinge zum Teil kurz vor dem Erstickungstod gestanden hätten. Auch bei der Todesfahrt seien die Aufnahmegeräte der ungarischen Ermittlungsbehörden gelaufen. Dennoch schritten die Behörden nicht sofort ein - offenbar, weil die Gespräche nicht rechtzeitig ausgewertet worden waren, berichten die drei Medien.

In der Ermittlungsakte finden sich demnach Hunderte Seiten Gesprächsprotokolle über lebensgefährliche Schleusungen desselben Netzwerks - auch aus der Zeit vor der entscheidenden Todesfahrt. Immer wieder hätten die Fahrer in den Telefonaten die den Drahtziehern darin von klopfenden und schreienden Flüchtlingen berichtet. Das verantwortliche Schleppernetzwerk hatte dem Bericht zufolge vor der tödlichen Fahrt bereits mindestens 28 ähnliche Fahrten, zum Teil auch mit Kühl-Lkw, organisiert. Dabei sei zwar kein Flüchtling gestorben, allerdings hätten Geschleuste mehrfach nach dem Auffinden notärztlich versorgt werden müssen, weil sie das Bewusstsein verloren hätten. Bei diesen Fahrten seien Fahrer von der Polizei in Deutschland, Österreich oder Ungarn gefasst und umfangreiches Beweismaterial sichergestellt worden. Die beiden Chefs der Schleuserbande waren den ungarischen Behörden schon mindestens seit Anfang Juli 2015 bekannt, schreiben NDR, WDR und SZ. Am 13. August, also 13 Tage vor der Todesfahrt, hätten ungarische Ermittler dann begonnen, die Telefone abzuhören und die Gespräche aufzuzeichnen. Wann die Telefonate konkret ausgewertet wurden, ließen die ungarischen Behörden auch auf wiederholte Nachfragen unbeantwortet, berichten die drei Medien weiter. Auch die entscheidende Todesfahrt des Kühllasters zeichneten die Ermittler demnach auf. In einem Telefonmitschnitt beklage sich der Fahrer über die schreienden und klopfenden Flüchtlinge. Als er ihnen etwas Wasser geben wollte, habe dies einer der Drahtzieher in einem Telefonat mit seinem Komplizen verboten: "Das geht nicht, dass er die Tür aufmacht!" Der Fahrer dürfe nicht anhalten und solle immer weiterfahren. "Falls die Leute sterben sollten, dann soll er sie in Deutschland im Wald abladen", habe er weiter gesagt. Auf Anfrage wies ein Sprecher der zuständigen Staatsanwaltschaft im ungarischen Kecskemet die Vorwürfe zurück, nicht eingegriffen zu haben: "Wenn die ungarischen Behörden die Chance gehabt hätten, diese furchtbare Tat zu verhindern, dann hätte man das getan", sagte er NDR, WDR und SZ. "Aber die Gespräche konnten erst zu einem Zeitpunkt übersetzt und ausgewertet werden, als diese tragische Schleusung schon durchgeführt war." Zudem sitze nicht dauerhaft ein Beamter am Kopfhörer, da "diese Fahrten in den Nachtstunden, also gegen drei Uhr am Morgen, fünf Uhr am Morgen abgewickelt wurden". Am 21. Juni beginnt in Ungarn der Prozess gegen insgesamt elf Personen. Ihnen wird vorgeworfen, ein kriminelles Netzwerk gegründet zu haben. Die vier Hauptbeschuldigten sind zudem wegen Mordes angeklagt. Der führerlose Lkw war am 27. August 2015 in einer Pannenbucht bei Parndorf in Österreich aufgefunden worden. Darin fanden Ermittler 71 Leichen.

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

Bookmark and Share  

NEWS25-Meldung vom 14.06.2017 - 17:15 Uhr

   © news25 2015 | Impressum